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Was ist BIWAQ?

BIWAQ  steht für „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier“ – und ist ein ESF-Bundesprogramm des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI). BIWAQ verbessert mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des BMI die Chancen von Bewohnerinnen und Bewohnern in benachteiligten Stadtteilen. Das Programm fördert Projekte zur Integration in den Arbeitsmarkt.

 

Soziale Stadt

Die Projekte finden in Gebieten des Städtebauförderungsprogramms „Soziale Stadt“ statt. Mit der Sozialen Stadt unterstützt das BMI gemeinsam mit Ländern und Kommunen aktuell rund 600 benachteiligte Stadtteile. Vor allem geht es um städtebauliche Investitionen in das Wohnumfeld, die Infrastruktur und die Qualität des Wohnens. Um die Lebenssituation der Menschen in den benachteiligten Stadteilen umfassend zu verbessern, bedarf es ergänzender Angebote: BIWAQ setzt hier an und ermöglicht maßgeschneiderte ergänzende Projekte vor Ort in den Handlungsfeldern Integration in Beschäftigung und lokale Ökonomie.

 

Was wird gefördert?

BIWAQ fördert Projekte, die die Qualifikation und beruflichen Perspektiven der Menschen (ab 27 Jahren) in benachteiligten Quartieren verbessern sowie die lokale Ökonomie stärken. So können die Akquise von Praktikums- und Arbeitsplatzangeboten oder der Aufbau und die Stabilisierung von Unternehmensnetzwerken gefördert werden. Ebenso können Qualifizierungsmaßnahmen im Rahmen von Wohnumfeldverbesserungen gefördert werden: wie etwa Spielplatz-Renovierungen, die Anlage und Pflege eines ökologischen Nachbarschaftsgartens oder die Mitarbeit bei der Weiterentwicklung von Nachbarschaftszentren. Auch wird die Aktivierung von ehrenamtlichem Engagement unterstützt und das Erlernen von Kompetenzen im Zusammenhang mit der Digitalisierung.

 

Handlungsfelder – Schwerpunkte von BIWAQ

Unterstützt werden Projekte, die

■ nachhaltige Integration von (langzeit-)arbeitslosen Frauen und Männern ab 27 Jahren in Beschäftigung fördern,

■ zu einer Stärkung der lokalen Ökonomie beitragen,

■ über die Verknüpfung mit weiteren Handlungsfeldern der integrierten Stadtentwicklung die Nachbarschaften im Quartier stärken und den sozialen Zusammenhalt in den Städten und Gemeinden verbessern.

 

Welche Aktivitäten werden gefördert?

Bei BIWAQ-Projekten können unterschiedlichste Instrumente eingesetzt werden.

Im Handlungsfeld „Nachhaltige Integration in Beschäftigung“ sind denkbar:

■ passgenaue Qualifizierungsmaßnahmen

■ Verbesserung nachbarschaftlicher Kontakte und Teilhabe

■ Praxiseinsätze, Mobilitätsförderung

■ Übergangsbegleitung

■ aufsuchende und wohnortnahe Beratung

 

Im Handlungsfeld „Stärkung der lokalen Ökonomie“ können beispielsweise gefördert werden:

■ Beratung lokaler Unternehmen im Quartier

■ Gründung und Stabilisierung von Unternehmensnetzwerken

■ Aktivierung von Unternehmen als Wirtschaftspartner der Quartiersentwicklung

■ Imageförderung

■ Leerstandsmanagement